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Skaninavientour Teil 2

Skandinavien Tour. Teil 2

Vom Nordkap bis zu den Fjorden Norwegens

Da war ich nun – am Nordkap. Ein großer Traum ist für mich in Erfüllung gegangen. Und als wäre das nicht schon besonders genug, hatten wir auch noch unglaubliches Glück: Die Sonne schien und wir durften die berühmte Mitternachtssonne erleben. Angeblich sehen dieses Naturschauspiel nur etwa 30 % aller Besucher des Nordkaps. Wir sind extra am Abend noch einmal hochgefahren – in der Hoffnung, zu diesen Glücklichen zu gehören. Und tatsächlich: Wir wurden mit einem magischen Moment belohnt, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Call to Action

Stellplätze

wie aus dem Bilderbuch.

Die Reise meines Lebens:


Seit einigen Jahren darf man direkt am Nordkap leider nur noch maximal sechs Stunden parken. Deshalb sind wir kurz nach Mitternacht zu unserem Schlafplatz gefahren. Da es um diese Jahreszeit ohnehin nicht dunkel wird, habe ich den Abend noch mit den drei Reisenden verbracht, mit denen ich mich am Nordkap verabredet hatte. Wir saßen draußen, haben gequatscht, Erfahrungen ausgetauscht und einfach den Moment genossen.

Am nächsten Tag stand ein Ruhetag auf dem Plan. Dafür haben wir uns einen Stellplatz nur acht Kilometer vom Nordkap entfernt gesucht – und standen dort tatsächlich ganz allein. Nach all den Erzählungen über Menschenmassen und endlose Wohnmobilkolonnen hätte ich das nie erwartet.

Nach dem Ruhetag hieß es Abschied nehmen vom Nordkap. Gemeinsam mit meiner Freundin, mit der ich mich dort getroffen hatte, ging es weiter Richtung Alta. Dort besuchten wir das berühmte Alta Museum mit seinen jahrtausendealten Felszeichnungen sowie die beeindruckende Nordlicht-Kathedrale.

Nach einer ruhigen Nacht in Alta machten wir uns auf den Weg zu den Vesterålen. Damit stand auch die erste Fährfahrt der Reise an. Da Fähren in Norwegen ein ganz normales Verkehrsmittel sind, sollten noch viele weitere folgen.

Vom Gryllefjord ging es hinüber nach Andenes. Entgegen aller Geschichten, dass man manchmal tagelang auf eine Fähre warten müsse, konnten wir jedes Mal ganz entspannt mit der nächsten Überfahrt mitfahren – ganz ohne Reservierung.

Das Wetter meinte es auf den Vesterålen leider nicht besonders gut mit uns. Deshalb sind wir die Inseln eher gemütlich abgefahren und bis nach Stokmarknes gefahren. Dort besuchte meine Freundin das Hurtigruten-Museum. Laut ihrer Aussage absolut sehenswert.

Auf Hadseløya entdeckten wir noch ein kleines, gemütliches Café, bevor wir schließlich weiter auf die Lofoten fuhren.

Und was soll ich sagen? Die Lofoten sind wirklich ein Traum.

Entgegen vieler Berichte empfand ich es überhaupt nicht als überlaufen. Ich fand wunderschöne Übernachtungsplätze, hatte jede Menge Ruhe und konnte die spektakuläre Landschaft in vollen Zügen genießen. Ich besuchte Svolvær, fuhr nach Henningsvær und natürlich durfte auch ein Abstecher nach Reine und Å nicht fehlen.

Es stimmt tatsächlich: Hinter jeder Kurve wartet eine neue, atemberaubende Aussicht. Vier Tage war ich auf den Lofoten unterwegs – und sollte ich eines Tages noch einmal nach Norwegen reisen, dann stehen die Lofoten definitiv wieder auf meiner Route.

Von Moskenes ging es mit der Fähre nach Bodø. Auch diesmal hatten wir nicht reserviert und kamen trotzdem problemlos mit – inklusive Hund.

Mit Hund sind die Fährfahrten allerdings etwas komplizierter. Es gibt meist nur einen winzigen Aufenthaltsraum für Reisende mit Hund. Ist dieser bereits belegt, bleibt einem oft nur das Außendeck. Bei Sonnenschein kein Problem – bei vier Stunden Regen und Sturm allerdings eher weniger angenehm. So verbrachten wir die Überfahrt größtenteils im Gang.

Von Bodø aus wollten wir nicht den direkten Weg Richtung Trondheim nehmen, sondern einige der wunderschönen norwegischen Landschaftsrouten erkunden. Erstes Ziel war der Polarkreis bei Rana, womit wir den Arctic Circle wieder Richtung Süden überquerten.

Leider blieb uns das schlechte Wetter weiterhin erhalten. Schade – denn bei Sonnenschein wären die Ausblicke vermutlich noch beeindruckender gewesen.

In Nesna wartete bereits die nächste Fähre auf uns, die uns weiter Richtung Mosjøen brachte.

In Brønnøysund gönnten wir uns schließlich einen Campingplatz. Nach vielen Tagen unterwegs war es Zeit für etwas Alltag: Wäsche waschen, aufräumen und den Haushalt erledigen.

Von dort ging es weiter nach Grong, genauer gesagt in ein Wollgeschäft. Meine Freundin wollte sich mit norwegischer Wolle eindecken – und für alle Strickbegeisterten kann ich den Laden nur empfehlen. Riesige Auswahl, tolle Qualität und eine unglaublich freundliche Besitzerin.

Unsere Reise führte uns anschließend immer entlang der Küste weiter über Trondheim, Kristiansund und schließlich über die berühmte Atlantikstraße.

Ehrlich gesagt hatte ich mir davon etwas mehr versprochen. Natürlich ist sie schön – aber für mich persönlich kein absolutes Muss. Wer sie verpasst, hat aus meiner Sicht trotzdem nichts Entscheidendes versäumt.

Weiter ging es über Molde nach Åndalsnes, wo schon das nächste Highlight wartete: der Trollstigen.

Die spektakulären Serpentinen sind beeindruckend, allerdings teilen sich dort unzählige Besucher den Aussichtspunkt. Vielleicht lohnt sich ein Besuch früh morgens – wir waren tagsüber dort und mussten uns die Aussicht mit vielen Touristen teilen. Schön, dass ich dort gewesen bin, aber ein zweites Mal müsste ich nicht hin. Norwegen hat so viele wunderschöne Orte abseits der bekannten Hotspots.

Ähnlich empfand ich anschließend den Geirangerfjord. Ein riesiges Kreuzfahrtschiff lag im kleinen Fjord und nahm dem Ort für meinen Geschmack etwas von seiner besonderen Atmosphäre.

Wir fuhren deshalb direkt mit der Fähre durch den Geirangerfjord. Diese Überfahrt war wirklich wunderschön und zeigte den Fjord von seiner besten Seite. Angekommen in Stranda fanden wir schließlich noch einen traumhaften Übernachtungsplatz und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen.

comming soon, Teil 3


Wie meine Reise weitergeht und welche Highlights mich auf dem Weg durch Südnorwegen noch erwartet haben, erfahrt ihr im dritten Teil meines Skandinavien-Abenteuers.

Atlantikstrasse und Trollstigen

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Ein Kommentar

  1. Hallo Katrin
    Vielen herzlichen Dank für deinen Reisebericht durch Schweden und Norwegen. Ich war vor 2 Jahren schon mal 6 Wochen in Schweden und möchte nächstes Jahr auch zum Nordkap. Jetzt habe ich alle Zeit der Welt und brauche auf keinen mehr Rücksicht zu nehmen. Dein Bericht lässt mich schon jetzt vom nächsten Jahr träumen. Anfang September geht es für mich erst einmal über Freiburg nach Frankreich und später weiter nach Spanien und Portugal.
    Vielleicht begegnet man sich mal irgendwo.
    Liebe Grüße Elsa

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