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Skandinavien Teil 3. Fazit & Kosten

Skandinavien Teil 3 – Fjorde, Hochebenen, Heimreise & mein Fazit nach fast 10.000 Kilometern

Fazit & Kosten

Hallo zusammen,


hier kommt nun der dritte und letzte Teil meiner Skandinavien-Reise. Ich nehme euch noch einmal mit zu einigen wunderschönen Stationen in Norwegen und Schweden, erzähle von meiner etwas ungeplanten Werkstattpause in Dänemark und am Ende gibt es mein persönliches Fazit – inklusive Kilometern und Kosten meiner fast dreimonatigen Reise.


Vom Geirangerfjord weiter durch Norwegen.


Nachdem wir das völlig überfüllte Geiranger hinter uns gelassen hatten, ging es mit der Fähre durch den Geirangerfjord.


Und was soll ich sagen? Die Fahrt ist wirklich spektakulär. Für mich gehört der Geirangerfjord definitiv zu den schönsten Fjorden Norwegens. Leider gehört er aber auch zu den bekanntesten – und entsprechend voll war es. In dieser eigentlich kleinen Bucht lag sogar ein riesiges Kreuzfahrtschiff.


Trotzdem: Die Landschaft ist einfach beeindruckend.


Von dort führte meine Route weiter Richtung Stryn und Olden, immer wieder entlang wunderschöner Fjorde. Über Fossheim und Skei, vorbei am Kjøsnesfjorden, ging es weiter Richtung Sogndal, Kjørnes und Kaupanger.


Und irgendwann stand ein weiteres Ziel auf dem Programm, auf das ich mich besonders gefreut hatte:


Die Stabkirche von Borgund.


Die Stabkirche von Borgund hat mir unglaublich gut gefallen.


Was mich fast noch mehr überrascht hat: Es war dort überhaupt nicht voll. Nach einigen ziemlich touristischen Stationen war das richtig angenehm. Einfach entspannt anschauen, ein bisschen herumlaufen und diese besondere Atmosphäre genießen.


Wer in der Nähe ist: Unbedingt anschauen!


Für mich hat sich der Besuch definitiv gelohnt.


Danach ging es ein Stück zurück Richtung Aurland – und dort wartete noch einmal eines meiner absoluten Highlights dieser Reise.


Hoch hinaus – Norwegens Hochebene.


Die Fahrt hinauf auf die Hochebene war sensationell.


Oben bewegt man sich teilweise auf rund 1.600 Metern Höhe und die Landschaft ist einfach unglaublich. Rau, weit und einsam – genau dieses Norwegen liebe ich.


Es gibt dort wunderschöne Möglichkeiten, mit dem Camper zu stehen und die Landschaft einfach wirken zu lassen. Ich bin deshalb noch einmal zwei Tage geblieben, bevor ich endgültig die Heimreise antreten wollte.


Die Anfahrt sollte man allerdings nicht unterschätzen. Die Serpentinen hinauf und später wieder hinunter sind nicht ganz ohne. Mit einem richtig großen Liner würde ich persönlich die Strecke vermutlich nicht fahren. Aber das muss natürlich jeder für sich und sein Fahrzeug entscheiden.


Für mich war dieser Abstecher jedenfalls noch einmal ein richtiges Highlight.


Langsam Richtung Süden.


Von dort ging es weiter Richtung Hønefoss und Kroksund.


Und wieder: sensationelle Landschaft.


Oslo habe ich großzügig umfahren und bin anschließend weiter Richtung Schweden gefahren.


Was die Übernachtungsplätze betrifft, habe ich während der gesamten Reise sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit den üblichen Stellplatz-Apps findet man eigentlich immer etwas: Campingplätze, offizielle Stellplätze oder legale Möglichkeiten zum Freistehen.


Ich werde hier bewusst nicht jeden einzelnen Platz veröffentlichen, an dem ich gestanden habe. Mit ein bisschen Mühe und den richtigen Apps kann jeder wunderschöne Plätze finden.


Ich habe während meiner Reise zu ungefähr 95 Prozent frei gestanden – natürlich nur dort, wo es erlaubt war.


Immer wieder hört man, dass Freistehen in Norwegen inzwischen kaum noch möglich sei. Diese Erfahrung habe ich überhaupt nicht gemacht. Natürlich gibt es „No Camping“-Schilder. Oft befinden sich solche Flächen aber beispielsweise an Buchten oder Grundstücken, die offensichtlich zu Privathäusern gehören. Dass man sich dort nicht hinstellt, sollte eigentlich selbstverständlich sein.


Und wenn ein schöner Platz bereits voll ist, dann ist er eben voll.


Dann fährt man weiter.


Man muss sich nicht noch irgendwie in die allerletzte Lücke quetschen. Es gibt so viele schöne Plätze – der nächste kommt bestimmt.


Zurück in Schweden.


In Südschweden wurde es merklich voller, allerdings längst nicht so schlimm, wie ich vorher erwartet hatte. Auch dort habe ich immer wieder wunderschöne und ruhige Übernachtungsplätze gefunden.


Da ich sowieso in der Gegend war, ging es noch einmal Richtung Vänernsee und Vänersborg.


Anschließend fuhr ich weiter Richtung Göteborg. Auch dort fand ich im Umland noch einmal einen traumhaft schönen und ruhigen Platz, an dem ich die Nacht komplett alleine verbringen konnte.


Solche Abende sind für mich sowieso oft die schönsten: keine große Sehenswürdigkeit, kein Programm – einfach irgendwo stehen, Ruhe haben und die Landschaft genießen.


Über die Öresundbrücke zurück nach Dänemark.


Dann ging es über die Öresundbrücke – und plötzlich war ich wieder in Dänemark.


Eigentlich war der Plan ganz einfach: weiter Richtung Odense, Kolding und Flensburg.


Eigentlich.


Denn mein Bus hatte offenbar andere Pläne.


Auf der Fahrt durch Dänemark meldete sich plötzlich die Motorkontrollleuchte mit der freundlichen Aufforderung:


„Motor kontrollieren lassen.“


Genau das, was man auf den letzten Kilometern einer fast dreimonatigen Reise unbedingt sehen möchte. 😉


Ich bin noch bis zur nächsten Raststätte gefahren und von dort brachte mich ein Abschleppdienst zum nächsten Iveco-Händler.


Natürlich war Samstag.


Natürlich war Wochenende.


Ich durfte aber auf dem Hof der Werkstatt übernachten, konnte dort einen einigermaßen ruhigen Sonntag verbringen und stand am Montagmorgen pünktlich um 7:00 Uhr vor der Werkstatt.


Und dann kam die Überraschung:


Um 7:10 Uhr stand mein Bus bereits auf der Hebebühne!


Keine endlosen Diskussionen, kein „Das kann heute schwierig werden“, kein stundenlanges Warten.


Ich wurde sofort bedient, obwohl ich nicht einmal die einzige Kundin dort war.


Was für ein Service!


Da kann ich wirklich nur sagen: Ich war vom Service in Dänemark begeistert.


Zum Glück stellte sich das Problem als Kleinigkeit heraus. Da ohnehin ein Ölwechsel fällig war, habe ich den gleich mitmachen lassen.


Und um 8:00 Uhr war ich schon wieder on the road.


Besser hätte es kaum laufen können.


Zurück nach Lüneburg – dort, wo alles angefangen hat.


Weiter ging es an Flensburg vorbei Richtung Lüneburg – meine alte Heimat.


Dort habe ich noch Freunde besucht und langsam angefangen, diese ganze Reise Revue passieren zu lassen.


Denn im Grunde hatte dort meine fast dreimonatige Skandinavien-Tour begonnen – und dort sollte sie nun auch mehr oder weniger enden.


Und plötzlich waren fast 10.000 Kilometer gefahren.


Mein Fazit nach fast drei Monaten Skandinavien:


Was bleibt von dieser Reise?


Ganz einfach:


Es war traumhaft schön. Für mich war es die Reise meines Lebens.


Aber ich möchte sie auch nicht romantischer darstellen, als sie war.


Die Reise war teilweise anstrengend und eine echte Herausforderung. Nicht immer lief alles glatt. Ich bin alleine unterwegs und damit auch für alles alleine verantwortlich – fürs Fahren, Planen, Entscheiden, Einkaufen, Stellplatzsuchen und natürlich auch dann, wenn plötzlich eine Warnleuchte im Cockpit angeht.


Außerdem bin ich fast jeden Tag weitergefahren und habe mir nur wenige richtige Auszeiten genommen.


Das würde ich beim nächsten Mal wahrscheinlich anders machen.


Ob ich noch einmal eine so lange Reise mit fast 10.000 Kilometern machen würde?


Das weiß ich tatsächlich nicht.


Aber diese Erfahrung möchte ich auf keinen Fall missen.


Am Nordkap zu stehen, war seit langer Zeit ein großer Traum von mir. Und ja, am Ende steht dort „nur“ diese berühmte Kugel.


Aber darum geht es überhaupt nicht.


Es ist die Reise dorthin.


Die Kilometer. Die Landschaften. Die Begegnungen. Die einsamen Plätze. Die Mitternachtssonne. Die Fjorde. Die Straßen. Die guten Tage und auch die Tage, an denen nicht alles funktioniert.


Die Fahrt hinauf und die gesamte Reise zurück haben mich mindestens genauso beeindruckt wie das Nordkap selbst.


Deshalb kann ich jedem, der von so einer Reise träumt, nur sagen:


Macht es.


Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann fahrt.


Es lohnt sich.


Norwegen ist auf dieser Reise definitiv zu meinem Lieblingsreiseland geworden. Schweden ist ebenfalls wunderschön, aber Norwegen hat mich noch ein kleines bisschen mehr gepackt.


Fast 10.000 Kilometer – was hat die Reise gekostet?


Natürlich gehört zu so einer Tour auch die Frage: Was kostet das eigentlich?


Meine größten Ausgaben für die knapp dreimonatige Reise waren ungefähr:


Diesel: 1.500 €
Lebensmittel/Einkäufe: 800 €
Fähren & Brücken: ca. 300 €
Camping- und Stellplätze: 290 € ( die kosten kommen vom Stellplatz in Kellenhusen, Lüneburg, Heiligenhafen, zu beginn meiner Reisen, in Schweden & Norwegen habe ich für SP und CP 80€ bezahlt.)

Gesamt: ca. 2.890 €


Dazu kommen natürlich persönliche Ausgaben, Eintritte, Werkstattkosten und alles, was man sich unterwegs sonst noch gönnt.


Ich finde aber, dass sich die Kosten für eine fast dreimonatige Reise und knapp 10.000 gefahrene Kilometer absolut im Rahmen gehalten haben.


Und noch etwas: Ihr müsst nicht euren halben Lebensmittelvorrat aus Deutschland mitnehmen.


Ich habe sowohl in Schweden als auch in Norwegen wunderbar eingekauft. Es gibt eine tolle Auswahl und nach meiner Erfahrung muss man keine Angst haben, dort nichts Bezahlbares zu finden.


Auch der Diesel war während meiner Reise teilweise sogar günstiger als in Deutschland.


Würde ich etwas anders machen?


Ja.


Ich würde mir beim nächsten Mal mehr Zeit zum Nichtstun nehmen.


Nicht jeden Tag weiterfahren. Nicht immer denken: Da vorne wartet noch der nächste Fjord, der nächste Wasserfall oder die nächste Traumstraße.


Einfach mal drei oder vier Tage an einem schönen Platz bleiben.


Denn genau das ist vielleicht meine wichtigste Erkenntnis aus fast drei Monaten und 10.000 Kilometern:


Man muss in Skandinavien nicht jedem Highlight hinterherfahren.


Die schönsten Erlebnisse liegen manchmal genau dort, wo auf der Karte gar kein großes Highlight eingezeichnet ist.


Schaut euch meine Route auf der Karte an. Ich bin bewusst auch viel abseits der klassischen Routen gefahren und habe dadurch immer wieder Plätze gefunden, die überhaupt nicht überlaufen waren.


In der Hauptreisezeit würde ich persönlich die ganz großen Hotspots möglichst meiden oder zumindest nicht zu den Stoßzeiten besuchen. Ja, dort kann es wirklich extrem voll werden.


Aber Norwegen besteht zum Glück aus sehr viel mehr als Geiranger, Lofoten und Nordkap.


Und dann diese endlosen Tage …


Was mich besonders begeistert hat, waren die langen Tage nördlich des Polarkreises.


Dass es einfach nicht mehr dunkel wird, muss man mögen.


Und man muss dabei schlafen können. 😉


Ich kann zum Glück beides.


Diese hellen Nächte gehören für mich zu den ganz besonderen Erinnerungen dieser Reise.


Fast drei Monate Skandinavien. Fast 10.000 Kilometer. Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen – bis hoch ans Nordkap und wieder zurück.


Anstrengend? Manchmal.


Herausfordernd? Definitiv.


Würde ich diese Reise missen wollen?


Keine einzige Minute davon.


Wenn ihr selbst eine Skandinavien-Tour plant und Fragen zu meiner Route, einzelnen Etappen oder meinen Erfahrungen unterwegs habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare.


Und vielleicht hilft euch meine Reise ja dabei, irgendwann eure eigene zu starten. ❤️

Liebe Grüße und gute Reise.

Katrin



Screenshot

Kurz als Route:

🇳🇴 Geiranger → Stryn → Olden → Skei → Sogndal → Kaupanger → Borgund → Aurland → Hønefoss → Kroksund → 🇸🇪 Trollhättan → Vänersborg → Göteborg → Ysby → Öresundbrücke → 🇩🇰 Dänemark → Odense → Kolding → 🇩🇪 Flensburg → Lüneburg, Norschwarzwald.

Screenshot

Tschüß und gute Reise.

Katrin.

Teil 1 & 2 und noch mehr Tipps gibts hier:

Skaninavientour Teil 2

Tour bis ans Nordkapp.

Jahresrückblick 2025 – Ein Jahr zwischen Aufbruch & Begegnungen.

Neues Video von meiner 4 monatigen Tour.

Überwintern im Süden – Mit dem Camper der Sonne hinterher

Unterwegs allein

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