Grüezi Reisefreunde.
Am Wochenende war ich endlich mal wieder unterwegs. Wintercampen vom Feinsten und ich habe mir Schnee gewünscht und ich habe Schnee bekommen.
Die erste Nacht habe ich mal wieder in Rottweil verbracht.

Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs, liegt etwa 90 Kilometer südlich von Stuttgart. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises.

Eine kleine schöne Stadt in der ich gerne bin und sie liegt so schön zentral, wenn ich in den Süden, oder so wie jetzt- in die Schweiz fahren will.

Stellplatz in Rottweil

Am Freitag ging´s dann weiter, immer auf der A81- bis in die Schweiz. Die Vignette habe ich schon im Voraus gekauft, 38€, bis Januar 2021 gültig.
Gelandet bin ich Jakobsbad, 6 Kilometer von Appenzell entfernt. Ein wirklich netter Campingplatz, mit einem perfekt sauberen Duschhaus. Wirklich tiptop, Duschen, WC und die Spülküche.
https://camping-jakobsbad.ch

 

Viel los war jetzt im Februar nicht- es ist aber auch kein ausgesprochenes Skigebiet, es gibt zwar einen kleinen Skihang, aber dafür fährt man hier wahrscheinlich nicht hin. Ich hatte zwar Schnee, aber nicht soviel, dass Langlauf möglich gewesen wäre. Ich bin dann noch auf den Kronberg mit der Gondel- auf immerhin 1600m, gefahren- aber auch da war nicht viel mehr Schnee. Für die Wintersportgebiete ist es wirklich bitter in diesem Jahr- aber gut dass ist ein anders Thema.
Ich hatte blauen Himmel, so wie es sein muss.

Frühstück im Schnee… Ein Traum, so lieb ich das.

 

Weitläufig heisst es ja immer, die Schweiz soooo teuer. Für den CP habe ich für 2 Nächte, mit Hund und Strom- 50 Franken, also ca 47€ bezahlt. Ich würde sagen, nicht teurer als in Deutschland.
Die Gondel bis auf den Kronberg kostet 33€, das kosten die Gondeln im Allgäu auch. Diesel ist teuer, also möglichst vorher in Deutschland tanken, habe ich gemacht- aber nur, weil ich tranken musste.
Man kann überall mit Euro oder Kreditkarte zahlen- ich hatte kein Geld umtauscht- muss man auch nicht…
Eigentlich hatte ich geplant bis Montag zu bleiben und dann ganz gemütlich in ein paar Etappen in der Schweiz, nachhause zu fahren.
Aber es ist ganz anders gekommen.
Auf sämtlichen Kanälen wurde vor dem Orkan #sabine gewarnt. Normalerweise lasse ich mich davon nicht beeinflussen, was soll schon passieren, ich suche mir ein ruhiges Plätzchen und harre der Dingen die da kommen. Ja hätte ich es mal so gemacht, so habe ich mich am Sonntag am späten Nachmittag auf den Heimweg gemacht- ich habe fluchtartig die Schweiz verlassen. Im wahrsten Sinne des Wortes, ein stürmischer Abgang. Im Radio kamen ständig Meldungen, die Schule fällt aus, die Bahn stellt den Fernverkehr ein… Leute bleibt zuhause….ich kam mir vor, wie kurz vor dem Weltuntergang. Naja, safety first ist ja mein Motto, also bin ich dann gut und sicher daheim angekommen.
Den Abschied hatte ich mir etwas romantischer vorgestellt…. Ach du schöne Schweiz, ich komme wieder, bald schon (schließlich muss sich ja die Vignette bezahlt machen)- ich habe schon ein paar Ideen und dann hoffentlich ganz entspannt und gemütlich und ohne Orkan.
Morgens sah das Wetter noch sehr einladend und friedlich aus, deshalb bin ich nach Appenzell gelaufen. Ein reizendes, kleines Städtchen…. sehr aufgeräumt und einladend.

Appenzell ist ein Ort in der nordöstlichen Schweiz, am Fuße des Alpsteinmassivs. Wanderwege und Seilbahnen verbinden mehrere Berggipfel, darunter auch der des hoch aufragenden Säntis. An den steilen Felswänden der Ebenalp beherbergt der Wildkirchli-Höhlenkomplex eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert und eine Klause. In der Nähe liegt das alte Berggasthaus Aescher, das sich an die Seite eines steilen Felsens anschmiegt. Appenzells autofreies Zentrum wird durch Holzhäuser mit bunten Fassaden geprägt.

Appenzell

So langsam beruhigt sich das Wetter wieder, dann kann ich ja die nächste Tour planen. Habt ihr Ideen, Anregungen schreibt mir gerne… Tschüß, Katrin