Ich hatte mir relativ spät im letzten Sommer 2018 überlegt, einen Bulli zu kaufen. Am 7.8. hatte ich ihn bekommen, da waren 4 Monate vom Sommer schon rum.

Nach den ersten Touren war mir sofort klar, ich muss das ganze Jahr durchfahren. Es macht soviel Spaß und es ist so lebensbestimmend dass ich nicht die hälfte des Jahres auf das #vanlife verzichten kann.

BulliLui mit Mütze.

Aber ein Bulli ist ja nicht gerade wintertauglich, der Boden ist nicht isoliert, aus den Schränken zieht die Kälte rein, durch das Aufstelldach zieht Wind und die Feuchtigkeit rein, die Wassertanks können einfrieren.
Also alles nicht unbedingt komfortabel- immerhin hat mein Bulli eine Standheizung, die auch wunderbar- selbst bei richtigem Frost, heizt.

Um im Winter zu campen, habe ich ein bisschen aufgerüstet.

Für das Aufstelldach habe ich mir eine „Mütze“ gekauft, die schützt gegen Wind, Feuchtigkeit und es isoliert.
Darauf kann ich am wenigsten verzichten- zum einen ist es deutlich wärmer und zum andern ist der Schafsack morgens nicht klammfeucht- was im Winter ganz schön wichtig ist.

Die Fenster im hinteren Wohnbereich sind isoliert, aber die Frontscheibe und die Seitenfenster im Fronbereich nicht- um dort die Kältebrücke zu unterbrechen habe ich mir Isomatten gekauft. Die schützen auch im Sommer vor extremer Sonneneinstrahlung.

Den Frischwasser und Grauwassertank habe ich geleert- bzw nicht mehr aufgefüllt. Dafür habe ich einen 5 Literkanister mit Frischwasser, zum Händewaschen und Zähne putzen. Das ist natürlich nicht so komfortabel wie fliessend Wasser am Waschbecken an Bord, aber man gewöhnt sich dran.

Winterreifen habe ich natürlich auch gekauft, da habe ich ein bisschen recherchiert und mich für NOKIAN entschieden.

Im Sommer schlafe ich mit einer normalen Bettdecke, im Winter habe ich mir einen Wintertauglichen und für Minusgrade eigneten Schafsack gekauft.

Auf die Matratze im Oberstübchen lege ich ein Schaafell auf dem ich schlafe, so zieht die Kälte nicht von unten hoch und es ist schön weich und warm.

Das Camperleben spielt sich im Winter natürlich nur drinnen ab, also habe ich natürlich auch den Innenraum vom #bulliLui hübsch und gemütlich gemacht, mit diversen Kissen und Lichterketten.

Inzwischen habe ich Schnee und Frost bis minus 6 Grad überstanden, nachts war es gemütlich warm in meinem Schafsack, die Standheizung lassen ich über Nacht auf Stufe 1 laufen, so ist es auch morgens wenn ich „runter“ komme warm.

Keine Angst vor dem Winter, es macht mir genauso viel Spaß wie im Sommer, man muss sich ein bisschen mehr organisieren, aber auch das gehört ja irgendwie zum CamperLeben dazu.

Katrin.